Adobe Flash/Flex

Adobe Flash hat sich aufgrund der grossen Verbreitung des plug-ins als quasi-Standard im Web etabliert. Trotzdem stellen sich unter dem Aspekt der stetigen Veränderungen immer wieder Fragen nach der Ausrichtung, ja gar nach der Berechtigung dieser Technologie.

Nachfolgend einige aktuelle Fakten zu Flash:

  • Plugin Unterstützung – Grundsätzlich bleibt der Vorteil von Flash, bzw. des veröffentlichten swf-Formats, plattformübergreifend kompatibel zu sein, bestehen. Die Industrie geht aber, auch im Kampf um Marktanteile verschiedene Wege: Während in den mobilen Endgeräten von Apple Flash nach wie vor nicht unterstützt wird und nur durch Manipulation (Jailbreak) aktiviert werden kann, setzen Google mit ihrem Android-OS, aber auch die anderen Anbieter diesbezüglich keine Limiten. Für die herkömmlichen Browser auf den Desktop-Geräten gibt es weiterhin das Plugin zum Download, abgesehen vom Google-Browser Chrome bei welchem der Flash Player nativ in der Software integriert ist.

  • Webseiten – Normale Internetauftritte sollen weiterhin mit HTML/CSS realisiert werden. Javascript, vor allem aber auch darauf basierende Frameworks wie jQuery ermöglichen, falls gewünscht, die Umsetzung eleganter Effekte und einen in der Regel ausreichenden Grad an Interaktivität. Für die Promotion gewisser Produkte kann eine Umsetzung in Flash sinnvoll sein - ebenfalls für gewisse interaktive und animierte Elemente die innerhalb eines Webauftritts die Attraktivtät steigern und das Handling erleichtern sollen.

  • Video Darstellung, Flash Video – Neu bietet der in verschiedenen Browsern bereits unterstützte HTML5-Standard ebenfalls die Möglichkeit Videos zu implementieren. Angezeigt wird ein eher biederer Standardplayer, der aber auch mit einer Javascript gesteuerten Version ersetzt werden kann. Wenn auch die grossen Videoplattformen youtube und http://player.vimeo.com/videoo versuchen den Wechsel von Flash zu HTML5 eingermassen engagiert voranzutreiben, wird es noch einige Zeit dauern, bis dadurch dem Flash Video Format und den damit verbundenen Möglichkeiten zur Darstellung eine ernsthafte Konkurrenz erwächst. Noch viel länger wird es dauern bis der Anteil der Browser, welche die neuen Features korrekt umsetzen, der fast kompletten Verbreitung des Flash-Players nahe kommen. Zudem erschweren Interessenskonflikte innerhalb der Industrie sich auf ein einziges zu unterstützendes Video-Format zu einigen. Immer noch ein klarer Fall für Flash!

  • Video Kommunikation – Video-Chat, Streaming, peer-to-peer. Jene Video Funktionen, die über das einfache downladen Einbzeug des Peer-to-Peer-Verfahrens noch an. Hier bietet HTML5 keine Möglichkeiten, die über das Projektstadium hinaus reichen. Ein klarer Fall für Flash!

  • Werbebanner – Wenn auch die Flash-Werbebanner bei Usern und Entwicklern nicht gerade populär sind - aus den so oft Werbefinanzierten Intenetauftritten sind sie nicht wegzudenken. Animierte Gifs mögen auf einem niedrigen Niveau allenfalls mitzuhalten, mit Javascript manipulierte Banner sind nicht denkbar. Ein klarer Fall für Flash!

  • Mobile Endgeräte – Wenn auch, einmal abgesehen von Iphone/Ipad die meisten Geräte das Flash-Plugin unterstützen, sind speziell auf Mobile Endgeräte in Flash realisierte Webinhalte, sogenannte Web-Apps wenig sinnvoll.

  • Datenaustausch – Für die reine Datenverarbeitung und Publikation auf einer Website wird in der Regel kein Flash benötigt - trotzdem bietet Flash für die Verarbeitung externer Daten, vor allem mit Flex grosse Möglichkeiten, die bei bestimmten Applikation sehr attraktiv sind.

  • Games - Gerade auch wegen der auf Interaktion ausgerichteten Video-Funktion, den immer noch überlegenen Animationsmöglichkeiten, wie auch der für Gestalter schnell verständlichen Entwicklungsumgebung führt im Genre der Browsergames, weiterhin kein Weg an Flash vorbei.


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